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BeitragVerfasst: 10. Aug 2019, 17:10 
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Hallo Klebefreunde,

nachdem wir vor einigen Monaten ja schon die Niederlande unsicher gemacht haben.....einige von uns sogar ausgiebiger als geplant :biggrin .....finde ich es wird Zeit auf einen erneuten Tripp.
Diesmal gehts es nach Belgien und Hauptziel soll die an diesem Wochenende geöffnete Festung Eben-Emael werden.
Eventuell findet sich ja auch noch ein zweites, interessantes Ziel?

https://www.fort-eben-emael.be/de/


Wer Zeit und Lust hat, darf sich hier gerne melden.


  1. Eimerchen - Jörg

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BeitragVerfasst: 11. Aug 2019, 11:58 
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Schweres Interesse meinerseits! :2thumbs


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BeitragVerfasst: 11. Aug 2019, 19:10 
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Gerne wäre ich dabei. Leider bin ich noch für 3 Wochen in Kur. Ich werde neidvoll an euch denken und wünsche allen viel Spass

Grüsse aus Korbecke/Möhnesee
Michael


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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 11:31 
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Kleiner Nachtrag........


Ich schätze ich hatte gestern wohl den geilsten Museumsbesuch seit langem!

Ein Besuch der Festung Eben Emael ist absolut zu empfehlen.



Im Eintrittspreis enthalten (8,-€) war eine etwa 2 bis 2,5 Stündige Führung durch Teile der Anlage, inklusive einer ausführlichen
Erklärung der historischen Hintergünde und Begebenheiten in Form einer Diashow.

Allein diese Führung ist schon recht lauf- und kletterintensiv, zumal unser Führer sich fortbewegte wie ein Wiesel und Teile der "Rollatorklasse" arge Mühe hatten den Anschluss an dir Gruppe nicht zu verlieren!

Drei Ebenen Festungsbau, mit wortwörtlich kilometerweiten Gängen, immer wieder sind lange Treppen zu erklimmen oder man "wendelt" sich Treppen
zu den Kasematten hoch.
Festes Schuhwerk, ein Pulli zum Überziehen und etwas zu trinken (die Latscherei ist anstrengen und es ist recht frisch dort unten :wink ) sollte jeder Besucher mitbringen.

Roy und ich hatten das Glück uns, schon kurz nach unserer Ankunft im Fort, spontan einer der drei angebotenen Sonderführungen anschließen zu dürfen.
Für 6,50€ extra, gab es eine ebenfalls etwa 2-2,5 Stündige Führung zu zwei der 75ger Panzerkuppeln der Festung, einer davon restauriert und sogar in "Action" zu bewundern.
Ausführlich wurde die Technik der versenkbaren Panzertürme erläutert und man hatte das "Vergnügen" sich zweimal eine enge, um den Munitionsaufzug der Türme wendelnde Metalltreppe rauf unt runter klimmen zu dürfen (geschätzte Höhe ca.15-20m, vorgekommen ist es mir wie Hundert! PUH!! :biggrin ).
Oben angekommen, erblickte man die Munitionszuführung zum eigentlichen Gefechtsturm, der Kuppel, die noch einmal mehrere Meter höher und nur über eine steile Leiter zu erreichen ist, lag. Dort hinein durfte ich leider nicht, denn das Ding ist so eng, das es wohl unweigerlich zu Verstopfungen gekommen wäre. :blush-pfeif2

Sehr interessant war auch der Rumpf einer DSF 230, erstaunlich wie eng das Ding war, richtig kuschellig für die Jäger!

Auch die Wirkung der dort erstmals eingesetzten Hohlladungen war beeindruckend, ertaunlich was eine 50Kg Ladung einer in Stahlbeton
eingelassener Panzertüre und dem dahinter liegendem Raum an Schaden zuzuführen vermag, obwohl sie noch nichtmal in der eigentlich vorgesehenen Wirkungsrichtung platziert werden konnte!
Ein etwa vier Meter hinter der besagten Stahltüre gelegener Munitionsaufzug mit der ihn umgebenden Stahltreppe wurde zerknüllt wie Zeitungspapier und das Türband der nach der Detonation zurückschlagenden Tür drückte ich ca. 2cm tief in den Beton und hinterließ dort einen tiefen scharfkantigen Abdruck, als wäre die Wand aus Knetgummi.
Man kann sich bildhaft vorstellen wie es den bedauernswerten vier belgischen Kanonieren direkt hinter dieser Tür erging!
Vier der insgesammt 26 in der Festung gefallenen belgischen Soldaten.


Um ca.10.00 Uhr dort angekommen, erblickten wir dann gegen 17.00 Uhr, nach ca 12.000 Schritten und gefühlt ebensovielen Stufen unter Tage, müde aber glücklich einen tollen und äußerst informativen Tag gehabt zu haben, wieder Tageslicht und machten uns auf den Heimweg.

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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 11:39 
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Toll, wäre gerne dabei gewesen, aber die Alternative Urlaub Ostsee war auch gut! :anmachen :Bingo


Gibt´s Bilder, Jörg ... Du hattest doch Deinen Kameramann dabei! :blush-pfeif2 :anmachen :biggrin

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"Glück auf!"

Stefan


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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 11:42 
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Scheint sich zu lohnen. Evtl. Verbinde ich den mit Saumur.
Thx. Bernd


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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 16:48 
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ValleDeVinales hat geschrieben:
Gibt´s Bilder, Jörg


Es hat sich als schwierig erwiesen dort unten vernünftige Bilder zu machen.
Es ist eng, dunkel, der Führer treibt und die anderen Besucher stehen im Weg.

Im Netz gibt es schon einige Bilder des Forts aber nichts kann einem
die Eindrücke und Empfindungen so gut vermitteln, wie ein persönlicher Besuch dort.
Manche Dinge kann man "bildhaft" einfach nicht gut rüberbringen.

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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 21:17 
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Guten Abend!

Das war jedenfalls ein unvergessliches Erlebnisse was Jörg und ich dort haben durfte.
Eben-Emael war mir als Kriegsereignis soweit bekannt. Aber erst vor Ort, wurde mir klar was da wirklich gelaufen ist.
Moderne Militärtechnik und Taktik stießen auf alte Militärstrategie und Korpsdenken.
Da wir das Glück hatten, von einem deutschen Ingenieur und Militärhistoriker durch diese Festung geführt zu werden.
Bekamen wer sehr bildlich und lebhafte erklärt, wie sich die belgische Besatzung in ihrer eigentlich uneinnehmbaren Festung
gelebt und gefühlt haben muß. Auch wusste der Erzähler sehr eindrücklich zu erklären, wie es der Besatzung erging als sie
von dem dt. Kommando angegriffen wurde. Das muß wirklich ein Schock gewesen, als sie erkannten das Gefahr von der
Oberfläche her kam. Ich selbst war sehr verblüfft, das der Erfolg der Fallschirmjäger dem Einsatz von Geheimwaffe beruhte.
Also dem Einsatz eines lautlosen Segelflugzeugen und Hohlladungen und Festlegung der Kampaufträge der jeweiligen Gruppen
auf ein jeweiliges Ziel. Die Zustände während der Angriffes müßen teilweise sehr chaotische gewesen sein. Stromausfälle in
den Gängen, Lärm durch Explosionen, Chlordämpfe die durch verpufftes Desinfektionsmittel erzeugt wurden und damit die Panik
eines Giftgas Einsatzes auslösten.
Dieser Besuch hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.

Wie Jörg schon erwähnt hat, Fotos während den Führungen zu machen ist recht schwierig, zu Dunkel und ständig in Bewegung.
Dennoch gelang es mir hier und mal den Auslöser zu drücken.


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Willkommen in Belgien!

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Zugang zur unterirdische Kaserne.

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Warmwasserbereitung für die Duschen.

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Astreine Fliesenarbeit

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Munition für das belgische Mausergewehr.

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1. deutsche Geheimwaffe Lastengleiter DFS 230 von der Seite.

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2.deutsche Geheimwaffe Hohlladungen 50 kg und 12 kg.

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Zugang zu Kuppel Süd.

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Schematischer Aufbau eines versenkbaren 75mm Kanonenturms.

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Antriebsmotoren für Frischluftversorgung.

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Mechanik des 140 t schweren Kanonenturms.

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Plan des Fort Eben-Emael Grundfläche 700 x 900 Meter.

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Die schwerste Treppe die ich je gegangen bin. Kein Norm Stufen.

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75 mm Schnellfeuerkanone für Schrapnell und Sprenggranaten.

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Antriebsmotoren für Luftansaugung.

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Die Wirkung der letzten von den dt. Fallschirmjägern zur Explosion gebrachten 50 kg Hohlladung im Inneren der Anlage.

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DFS 230 von hinten gesehen.
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60 mm Kanone zur Panzerabwehr am Haupteingang.

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Kasematte am Haupteingang mit Schießscharten, oben MG 08/15 in der Mitte ein Starker Scheinwerfer und besagte 60 mm Kanone.

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BeitragVerfasst: 25. Aug 2019, 21:42 
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Dankeschön für diesen spannenden Bildbericht! :Bingo

Das hätte ich auch gerne gesehen! :wp-biggrin

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"Glück auf!"

Stefan


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2019, 05:07 
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Das sieht sehr beeindruckend aus, ein wenig kann ich mir vorstellen wie´s da gewesen sein muss... :sofa2

Danke für´s mitnehmem und eure Eindrücke

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In memoriam
Ulf Petersen
1967-2018


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2019, 05:31 
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Wohnort: Duisburg
Danke für den Rundgang. Sieht so schon sehr bedrückend aus.
Gruß Bernd


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2019, 07:32 
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Sehr beeindruckend..... :Bingo :Bingo :Bingo :Bingo

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..........Gruß..........
.........Roland.........


Ein Kleber, der nicht klebt, klebt nicht.


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2019, 12:19 
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Vielen Dank Jörg u. Roy für den Bericht und die Bilder. :wp-biggrin


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BeitragVerfasst: 26. Aug 2019, 20:45 
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Danke euch beiden für den Bericht. Echt beeinduckend die Bilder. Ich glaube euch, das man Das gesehen haben muß um zu verstehen. :applaus :applaus :applaus

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Grüße aus Duisburg
Jürgen


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BeitragVerfasst: 29. Aug 2019, 19:54 
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Danke für den Bericht und die Bilder.
:Bingo

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Viele Grüße
Walter

Kleben und kleben lassen. Sachliche Kritik (Pro & Contra) bringt voran.


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BeitragVerfasst: 30. Aug 2019, 21:02 
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Wohnort: Kamp-Lintfort
Vielen Dank :Bingo

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Gruß aus "Ka-Li"


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