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 Betreff des Beitrags: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 09:36 
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Hallo,

da ich gefragt wurde wie ich meine Bilder erstelle habe ich versucht das mal kurz zu beschreiben.
Es handelt sich hier um meine Erkenntnisse und freue mich über weitere Tipps und Tricks.

1. Das Foto-Format
Man sollte sich überlegen wofür mal das Bild verwenden möchte. Ist das Standard Bildformat deines Forums das Seitenverhältnis 16:9, dann solltest du dieses in deinen Einstellung wählen. Facebook hat ein Bildverhältnis von 4:3. Instagram hat sich auf quadratische Bilder festgelegt. Pinterest wiederum empfiehlt ein Bildverhältnis von 3:4.

Diese Vorabeinstellung erspart dir viel Arbeit bei der Bildbearbeitung. Im schlimmsten Fall musst du Bereiche eines Bild abschneiden welchen du eigentlich zeigen wolltest.

Nach langem probieren habe ich mich auf ein 16:9 Format festgelegt. Bilder für Pinterest und Instagram werden extra mit Paint.net erstellt.

2. Welche Auflösung ist die Richtige?
Die Auflösung der Bilder ist entscheidend für die Qualität der Bilder. Ich mache meine Bilder in der größt möglichen Auflösung. Die Bilder müssen allerdings immer bearbeiten werden. Meist verkleinern.

3. Die richtige Bildergröße
Um schnelle Ladezeiten von Webseiten zu ermöglichen werden Bilder im Internet immer verkleinert.

Ich verwende folgende Bildgrößen:
Modellbauforen 1024 x 576 Pixel
Facebook und Blog: 1280 x 720 Pixel
Pinterest: 1000 x 1500 Pixel
Instragram: 1500 x 1500 Pixel

4. Was ist der richtige Hintergrund für mein Modell?
Man sieht es immer mal wieder. Modelle während dem Bau fotografiert auf dem Arbeitsplatz. Das Modell befindet sich in einem wilden Chaos von Farben, Kleber, Werkzeug und am besten noch von sieben weitere Projekte im Bild. Farbkleckse, Kaffeetassen und Reste der letzten Mahlzeit sind keine Seltenheit. Bei dem ein oder anderen bayrischen Kollegen steht das Bierglas auf dem Tisch. Der Betrachter sieht alles und doch nichts. Das worum es bei dem Foto geht verschwindet in der allgemeinen Unordnung.

Bild

Wenn ich Bilder erstelle ist das Modell im Fokus. Entsprechend stelle ich das Modell auf einen weißen Fotokarton. Die gibt es in der Größe A1 und in allen möglichen Farben. Ich habe mich für einen weißen Hintergrund entschieden. Der Grund dafür liegt in späteren Bildbearbeitung. Der weiße Karton reflektiert das Licht und hilft bei der Ausleuchtung. Was uns zum nächsten Thema bringt:

5. Auf die Beleuchtung kommt es an

- Warmes Licht vs. kaltes Licht
Lange Zeit habe ich die Beleuchtung als sekundär angesehen. Die Kamera sollte es richten....
Die Bildqualität und die Farben waren jedoch nicht gut und erst nach Recherche im Internet konnte ich die Quelle für die anhaltenden Misere finden: Die Beleuchtung. Das warme Licht Licht beeinflusste nicht nur die Bildqualität sondern verfälschte zudem die Farben mit seinem "Gelbstich". Nach dem die Ursache gefunden war habe ich "Tageslicht"-Birnen (Kaltweiß) eingesetzt. Die Qualität und die Widergabe der Farben verbesserten sich deutlich. Ich setze zur Beleuchtung diese Lampen mit Stativ ein. Diese sind höhenverstellbar. Werden sie nicht benötigt sind sie schnell zusammengeklappt und im Schrank verstaut.

Will man das Modell noch mehr hervor heben und Schatten vermindern empfiehlt sich ein Lichtzelt.
Das Zelt wird von Außen angestrahlt. Der helle Stoff zerstreut das Licht und verteilt es gleichmäßig.
Die Schatten innerhalb des Lichtzeltes verringern sich.

Bild
Man sieht sehr schön wie sich das Licht gleichmäßig verteilt. Es hat sich bewährt die restlich Beleuchtung im Zimmer aus zu schalten und nur mit den Tageslichtleuchten zu arbeiten.

Zusätzlich verwende ich ein Stativ für mein Mobiltelefon. An diesem Stativ ist eine Ringleuchte angebracht. Das hat folgende Vorteile: Mit dem Stativ vermeide ich es das Bild zu verwackeln. Das passiert sehr leicht bei großen Zoom.
Ausgelöst wird die Kamera mit einer Fernbedienung über Bluetooth. Dadurch kann das Wackeln sicher vermieden werden. Alternativ kann man auch einen Timer auf 3 Sek. einstellen. Durch das verspätete auslösen ist wackeln zum Zeitpunkt des Bilderstellens vorbei. Die Ringleuchte als dritte Belechtungsquelle verringert die Schatten zusätzlich.

6. Kameramodus - Welcher ist der Richtige?

Die Kameras an modernen Mobiltelefonen haben viele Einstellungsmöglichkeiten. Erst mit diesen kann die volle Leistungsfähigkeit der Kamera erreicht werden. Ich bin auf diesem Gebiet absoluter Laie und möchte mich deshalb auf die drei (bei mir) wichtigsten Einstellungen eingehen:

- Automatik
Wie der Name Automatik vermuten lässt werden hier alle Einstellungen durch das Telefon vorgenommen. Das ist die einfachste aller Varianten. Führt aber nicht immer zum besten Ergebnis.

- HDR
High Dynamic Range ist HDR ausgesprochen. Kurzgefasst werden bei diesem Kameramodi mehrere Bilder übereinander gelegt und daraus eines erzeugt. Mit dieser Technik soll eine über- bzw. Unterbelichtung eines Bildes vermieden werden. Wichtig ist hierbei das die Kamera nicht wackelt. Es bietet sich Verwendung eines Stativs an. Wer mit den Bildern wenig Arbeit haben will, dem empfehle ich diesen Modus.

- Pro
Wie der Name schon erahnen lässt, sollte man etwas Ahnung haben von Fotografie. Da ich keine Ahnung habe, habe ich einfach ausprobiert.
Bei meinem Mobiltelefon lassen sich folgende Stellschrauben drehen:

- ISO-Wert
Je höher der ISO-Wert, desto lichtempfindlicher ist die Kamera

- Fokus
Mit wischen und tippen auf dem Display lässt sich der Fokus der Kamera einstellen

- Weißbildabgleich
Hier stellt man die Farbtemperatur anhand der Beleuchtungsquelle ein.
Hier verlasse ich mich auf die Automatik.

- Belichtung
Hier stellt man die Helligkeit des Bildes ein.

Es ist schwer hier einen Tipp zu geben. Am besten ausprobieren.



7. Bildbearbeitung

Gute Bilder lassen sich oft mit einer Software zur Bildbearbeitung noch verbessern. Ich verwende hierfür Paint.net. Paint.net ist eine Freeware mit vielen Möglichkeiten. Eine wichtige Erkenntnis: Die Bilder immer auf dem Rechner speichern und dort bearbeiten. Im Online Speicher wie z.B. Google Foto werden Bilder komprimiert dargestellt. Kopiert man Bilder aus dem Internet hat man Automatisch eine schlechtere Qualität.

Die wichtigsten Funktionen stelle ich in einem eigenen Beitrag vor.

Mehr zum Thema findet ihr hier: https://pk76scalemodeling.blogspot.com/

Viele Grüße

Peter

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Zuletzt geändert von TRIBUN am 9. Nov 2019, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 22:12 
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Hallo Peter,

vielen Dank für den Beitrag. :Bingo :Bingo

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..........Gruß..........
.........Roland.........


Ein Kleber, der nicht klebt, klebt nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 23:11 
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Hi Peter,
klasse Einführung in die Fotografie....

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Grüße aus dem Pott......

Mein Verein: SMC-GE
Mein Geschwader: ZG15


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 9. Nov 2019, 15:59 
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Danke, Peter :Bingo

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Es grüßt der Reinhart

Exercitatio potest omnia


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 10. Nov 2019, 22:35 
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Beiträge: 4695
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Vielen Dank für diesen sehr lehrreichen Beitrag, Peter! :Bingo :Bingo :Bingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 11. Nov 2019, 10:57 
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Wohnort: Ingolstadt
Danke für die Rückmeldung!
Wie schon geschrieben, ich probiere viel aus.
Sollte ich bei dem ein oder der anderen Punkt auf dem Holzweg sein freue ich
mich über eure Erfahrungen, Tpps und Tricks.

VG

Peter

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pk76scalemodeling.blogspot.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellbau Fotografie....
BeitragVerfasst: 11. Nov 2019, 19:09 
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Wohnort: Kamp-Lintfort
Vielen Dank Peter :Bingo

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Gruß aus "Ka-Li"


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